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Warum Cogtail?

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Warum Cogtail?

Sicherlich haben auch Sie im Biologie-Unterricht über die Konditionierung von Tieren gesprochen. Als Beispiel wird zumeist der Versuch nach Pawlow angeführt; in diesem Experiment wird die Fütterung eines Hundes stets von einer eingeschalteten Glühbirne begleitet – das Egebnis dieser Konditionierung besteht darin, dass der Speichelfluss der Tieres schließlich auch ohne Gabe von Futter, d.h. bei alleiniger Betätigung des Lichtschalters aktiviert wird.

Konditionierung in der Werbung? Vergeudung von Ressourcen

Unabhängig davon, ob oder in welchem Maße eine solche Kondititionierung auch beim Menschen möglich ist, fragt es sich doch, ob sie überhaupt wünschenswert ist. Sicherlich klingt es für viele Macher in der Werbung zunächst wie ein Traum – Wünsche oder einfach Verlangen per Knopfdruck ein- und ausschalten zu können. 

Auch wenn diese Vorstellung noch so verlockend sein mag – am Ende würden Sie einen Großteil an Ressourcen verschenken; ich meine damit die Fähigkeit des Menschen, in ganz unterschiedlichen Situationen reagieren zu können, einfach deshalb, weil er seine Erfahrungen darauf anwendet. Es ist das Prinzip der Analogie oder Ähnlichkeit, das Ihnen in der Werbung einen entscheidenden Vorteil und somit satte Erträge beschert.

Stellen Sie sich vor: Ihre Kunden reagieren nicht nur bei Betätigung eines Schalters, sondern identifizieren sich mit Ihrem Produkt in ganz unterschiedlichen Situationen (und damit in Ihrem alltäglichen Leben). Marken wie Coca Cola (als ein Synonym für Lifestyle), Milka (schließlich sind Kühe in vielen Köpfen lila) oder Tempo (Verlangen Sie etwa nach einem Taschentuch?) zeigen, wie erfolgreich sich gute Marketing-Strategien immer weiter auf unsere Lebensbereiche auswirken – mit bloßer Konditionierung wäre dies eine schiere Sisyphusarbeit, die kaum zu realisieren, geschweige denn zu bezahlen wäre.

Warum also Cogtail?

Cogtail basiert nicht etwa auf einer falschen Rechtschreibung; vielmehr wurde das Wort Cocktail soweit entlehnt, dass sich die erste Silbe (das sog. Präfix) auf das englische Wort cognition (von lat. cognoscere = erkennen, wahrnehmen, denken) bezieht. Kognitionen sind genau die Denkprozesse, die auf Ähnlichkeit basieren. Analogien ermöglichen es uns, flexibel auf neue Situationen reagieren und uns ihnen anpassen zu können. Diese Fähigkeit lässt sich gezielt nutzen und in Ihre Marketing-Strategie integrieren: In diesem Sinne steht das Ursprungswort "Cocktail" für ihren Marketing-Mix, und damit für das Mischen (Shaking) ausschließlich erlesener Zutaten für die Neukundengewinnung. 

Wenn Sie mehr über Kognitionswissenschaft und interessante Anwendungsmöglichkeiten erfahren möchten, schreiben Sie mir doch einfach oder schauen auf meiner Website für kognitive Linguistik vorbei.